CHRONIK

 

Gründung

 

Das Projekt "Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund" wurde auf Initiative des Integrationsreferenten der Stadt Dachau, Horst Ullmann gemeinsam mit Stadtjugendpflegerin Christine Wörthmann ins Leben gerufen. Dieser Runde Tisch tagt seither in regelmäßigen Abständen.

Der Teilnehmerkreis setzt sich inzwischen aus vielen unterschiedlichen örtlichen griechischen Gruppierungen der „Griechischen Gemeinde", dem Türkisch-islamischen Verein sowie einer Vielzahl an Fachkräften aus Familienberatungsstelle, ARGE, Jugendzentren und den Dachauer Migrantenberatungsstellen zusammen. Mit im Kreis der Aktiven ist ebenfalls die Jugendreferentin der Stadt Dachau, Luise Krispenz.

 


Hintergrund


Rund 30 % aller Kinder wuchsen 2007 in Migrantenfamilien auf. Aus dem „Ausländerzentralregister" geht hervor, dass der Anteil ausländischer Staatsangehöriger an der Gesamtbevölkerung Deutschlands konstant bei 8,8 Prozent liegt. Die größte Ausländergruppe sind die Unionsbürger (34,6 Prozent), darunter auch die Griechische Volksgruppe, gefolgt von der Gruppe türkischer Staatsangehöriger (25,4 Prozent).


In Dachau liegt der Anteil der Migranten bei 15%.

 

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen wird ersichtlich, dass beim Thema Migration nicht mehr von einem zeitlich begrenzten Übergangphänomen gesprochen werden kann. Migrantenfamilien und ihre Kinder sind zu einem festen Bestandteil auch unserer Dachauer Bevölkerung geworden.

Fest zu stellen ist, dass die Präsenz junger Menschen mit Migrationshintergrund in den Jugendorganisationen auffallend gering ist. In den städtischen Jugendzentren liegt der Migrantenanteil hingegen bei ca. 40% (JUZ Süd) bzw. 80% (JUZ Ost).

 

Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind in den drei Mittelschulen der Stadt Dachau stark vertreten:
Mittelschule Ludwig-Thoma 38%, Mittelschule Dachau Ost 65%, Mittelschule Dachau Süd 28,4% (MS Süd zuzüglich Kinder aus gemischten Ehen und Kinder von Spätaussiedlern). Zudem befinden sich viele Jugendliche in der ortsansässigen Griechischen Schule.


Eine interkulturelle Begegnung findet so eher in einzelnen begrenzten Feldern statt.

 

 

Zielsetzung des Projektes

 

Kinder und Jugendliche aus Familien mit Migrationshintergrund im Stadtgebiet Dachau sollen mit der Projektreihe fest in die verbandliche und kommunale Jugendarbeit integriert werden. Gemeinsame Interessen und Potentiale junger Menschen sollen in allen Feldern der Jugendarbeit zum Tragen kommen.

 

Junge Menschen in Dachau sollen künftig besser:

 

  • Von der Jugendarbeit profitieren

Auch junge Migranten, also ca. 30 % aller Kinder und Jugendlichen sollen grundsätzlich die Möglichkeit bekommen, genauso von dem wertvollen Feld der Jugendarbeit zu profitieren.

 

  • Verständnis und Toleranz entwickeln

Durch die Integration in die Jugendarbeit sollen auf beiden Seiten gegenseitige Vorurteile abgebaut sowie ein größeres Verständnis und mehr Toleranz für die unterschiedlichen kulturellen Prägungen erzielt werden

 

  • Kompetenzen erweitern

Der Erwerb sozialer Kompetenzen, Schlüsselqualifikationen und kulturellen Kapitals durch junge Migranten soll über  Jugendarbeit gefördert werden. Umgekehrt können auch junge Menschen aus deutschen Familien von dem Erfahrungs- und Wissenschatz der Migranten profitieren und interkulturelle Kompetenzen entwickeln.

 

 

Zielgruppe

 

Zielgruppe sind in erster Linie junge Menschen mit Migrationshintergrund ab 6 bis unter 27 Jahren. Für einen guten Zugang zu den jungen Menschen ist die Einbindung der Eltern und Familien unabdingbar. Dabei erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit den Migrantenselbstorganisationen in Dachau.

 

Jugendorganisationen, der Dachauer Jugendrat, die Jugendsozialarbeit und die Angebote der städtischen Jugendarbeit werden ebenso einbezogen.

 

Eine gezielte Berücksichtigung von Mädchen und Jungen ist bei den unterschiedlichen Formen unter dem Gebot der Chancengleichheit von Mädchen  und Jungen unabdingbar

(vgl. § 9 Abs. 3 SGB VIII).

 

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